Man hört es ja allerorten wieder: Heute (1. März) ist Frühlingsanfang. Genauer gesagt: Meteorologischer Frühlingsanfang.
Was man ja zudem landläufig kennt, ist der kalendarische Frühlingsanfang (20. März), der ja eigentlich ein astronomischer Frühlingsanfang ist: Er entspricht der Tagundnachtgleiche oder genauer gesagt: Dem Zeitpunkt, an dem die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn auf der sogenannten Ekliptik den Frühlingspunkt passiert. Der Frühlingspunkt wiederum ist einer der beiden Schnittpunkte der Ekliptik (die Bahn der Sonne über ein Jahr durch den Tierkreis) mit dem Himmelsäquator (die Projektion der Erdäquators auf eine virtuelle Himmelskugel). Genau genommen ist dieser Frühlingsanfang ja auch kein Frühlingsanfang sondern eher Frühlingsmitte - genau wie unsere nordeuropäischen Nachbarn am 21. Juni Mittsommer und nicht Sommeranfang feiern. Frühlingsanfang wäre nach dieser Sichtweise dann schon um Lichtmess bzw. den Murmeltiertag (2. Februar) herum. Obwohl von der Sonnenbahn also gerechtfertigt, kommt niemand auf die Idee, am Murmeltiertag schon den Frühling auszurufen (na gut, außer man heißt Phil). Dies liegt an der Verzögerung der Temperaturentwicklung - Land und Wasser brauchen eben eine gewisse Zeit, um sich aufzuwärmen und so frühlingshaftes Wetter zuzulassen.
Die genaue Länge dieser Verzögerung ist freilich von vielen Faktoren abhängig - frühlingshafte Temperaturen treten nicht an jedem Ort gleichzeitig auf, auch von Jahr zu Jahr unterscheidet sich die genaue Wetterlage. Daher nimmt man als grobe Faustregel den Anfang des März als meteorologischen Frühlingsanfang - weil er erstens zwischen nach dem astronomischen Frühlingsbeginn und Frühlingsmitte liegt und es zweitens einfach passt, einer von vier Jahreszeiten jeweils drei Kalendermonate zuzuordnen (also März, April, Mai dem Frühling). So gesehen ist der Frühlingsanfang am 1. März also in Wirklichkeit ein kalendarischer basiert auf einer meteorologischen Faustregel. Wenn man es noch genauer haben will, dann bietet sich die phänologische Herangehensweise an: Hier wird dann auf ein kalendarisches Datum verzichtet, vielmehr werden die Jahreszeiten an der Reife, Blüte von sogenannten Zeigerpflanzen (Haselnuss, Schneeglöckchen etc.) festgemacht. Das ist natürlich von Ort zu Ort und Jahr zu Jahr verschieden; zudem lassen sich die Jahreszeiten weiter aufteilen (in Vorfrühling, Erstfrühling etc.). Und, ganz ehrlich, so ähnlich halte ich es ja auch. Man darf nicht überrascht sein, wenn im Wetterbericht gemeldet wird, am meteorologischen Frühlingsanfang komme der Winter zurück - Faustregeln passen eben nur pi mal Daumen. Frühling ist für mich, wenn ich wieder ohne Jacke draußen in der Sonne sitzen kann, im Straßencafé zum Beispiel. Oder wenn die ersten Osterglocken blühen. Eben wenn alles wächst undgrünt und summt und blüht. Und wer braucht dann noch ein Datum...
Was man ja zudem landläufig kennt, ist der kalendarische Frühlingsanfang (20. März), der ja eigentlich ein astronomischer Frühlingsanfang ist: Er entspricht der Tagundnachtgleiche oder genauer gesagt: Dem Zeitpunkt, an dem die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn auf der sogenannten Ekliptik den Frühlingspunkt passiert. Der Frühlingspunkt wiederum ist einer der beiden Schnittpunkte der Ekliptik (die Bahn der Sonne über ein Jahr durch den Tierkreis) mit dem Himmelsäquator (die Projektion der Erdäquators auf eine virtuelle Himmelskugel). Genau genommen ist dieser Frühlingsanfang ja auch kein Frühlingsanfang sondern eher Frühlingsmitte - genau wie unsere nordeuropäischen Nachbarn am 21. Juni Mittsommer und nicht Sommeranfang feiern. Frühlingsanfang wäre nach dieser Sichtweise dann schon um Lichtmess bzw. den Murmeltiertag (2. Februar) herum. Obwohl von der Sonnenbahn also gerechtfertigt, kommt niemand auf die Idee, am Murmeltiertag schon den Frühling auszurufen (na gut, außer man heißt Phil). Dies liegt an der Verzögerung der Temperaturentwicklung - Land und Wasser brauchen eben eine gewisse Zeit, um sich aufzuwärmen und so frühlingshaftes Wetter zuzulassen.
Die genaue Länge dieser Verzögerung ist freilich von vielen Faktoren abhängig - frühlingshafte Temperaturen treten nicht an jedem Ort gleichzeitig auf, auch von Jahr zu Jahr unterscheidet sich die genaue Wetterlage. Daher nimmt man als grobe Faustregel den Anfang des März als meteorologischen Frühlingsanfang - weil er erstens zwischen nach dem astronomischen Frühlingsbeginn und Frühlingsmitte liegt und es zweitens einfach passt, einer von vier Jahreszeiten jeweils drei Kalendermonate zuzuordnen (also März, April, Mai dem Frühling). So gesehen ist der Frühlingsanfang am 1. März also in Wirklichkeit ein kalendarischer basiert auf einer meteorologischen Faustregel. Wenn man es noch genauer haben will, dann bietet sich die phänologische Herangehensweise an: Hier wird dann auf ein kalendarisches Datum verzichtet, vielmehr werden die Jahreszeiten an der Reife, Blüte von sogenannten Zeigerpflanzen (Haselnuss, Schneeglöckchen etc.) festgemacht. Das ist natürlich von Ort zu Ort und Jahr zu Jahr verschieden; zudem lassen sich die Jahreszeiten weiter aufteilen (in Vorfrühling, Erstfrühling etc.). Und, ganz ehrlich, so ähnlich halte ich es ja auch. Man darf nicht überrascht sein, wenn im Wetterbericht gemeldet wird, am meteorologischen Frühlingsanfang komme der Winter zurück - Faustregeln passen eben nur pi mal Daumen. Frühling ist für mich, wenn ich wieder ohne Jacke draußen in der Sonne sitzen kann, im Straßencafé zum Beispiel. Oder wenn die ersten Osterglocken blühen. Eben wenn alles wächst undgrünt und summt und blüht. Und wer braucht dann noch ein Datum...